Christine Reber

"Eine lebendige Mischung aus Informationen, Anekdoten und viel, viel Musik" lobten Besucher diesen Abend am 2. Oktober 2010 in Konstanz. Dass er überzeugte, zeigte sich auch darin, dass ein begeisterter Zuhörer uns gleich für eine weitere Vorstellung buchte.















Über die Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Clara und Robert Schumann, Pauline Viardot und Alexander Alabieff sowie über Zitate aus Tagebüchern und Briefen von Zeitgenossen und über Gedichte von Grillparzer, Goethe und Turgenjew erzählt sich das Leben der Pianistin und Komponistin Clara Wieck-Schumann, die über ihre Freundin sagte: „Sie ist die genialste Frau, die mir je vorgekommen“. Und das Leben der berühmten Sängerin, Pianistin und Komponistin Pauline Viardot Garcia, die fand, dass Claras „Gesang auf dem Klavier besser ist als der meinige.“


Mitwirkende:

Ute Fuchs, Schauspielerin
Babette Hierholzer, Klavier
Christine Reber, Sopran
Olivia Schnepf, Moderation


Pressestimmen zu den bisherigen Aufführungen:

"Erster Dank für Olivia Schnepf, der vortragenden und vorführungsdramaturgischen Historikerin der informa-tionsreichen Genussstunde. Sie berichtete über Lebenswege mit klarer, sachlicher Sprache, über Reisen nach Russland, Holland, über Karrieresorgen, Seelenbefindlichkeiten, Geldprobleme. Weil das so präzise wie dokumentarisch war, wirkten die poetischen Lebenszeugnisse, die Ute Fuchs mit behutsamer, zugleich dezent romantisch gefärbter Rezitation vortrug, umso eindringlicher: Grillparzers Clara-Hymnus, Mussets Pauline-Liebeserklärung, Turgenjews Herzenstestament „Halt inne!“.
Das überboten die musikalischen Hauptereignisse. Die Pianistin Babette Hierholzer prunkte in drei roman- tischen Spezialitäten mit vorzüglicher Technik und dynamischem Zugriff: Eine Effekt-Polonaise von Clara, ein träumerisches Adagio aus Roberts g-moll-Sonate, ein lustiges Gespenster-Capriccio von Freund Mendelssohn.

Wie die Sopranistin Christine Reber die Lieder der beiden Komponistinnen vortrug, Claras Rückert-Lied mit Leidenschaft, Paulines Chopin-Bearbeitung als feine Mazurka-Elegie, das war herrlich. Aber als sie im Salon-Schlager 'Die Nachtigall' (vom komponierenden russischen Offizier Alabjeff) mit Koloraturen, Sprüngen, Trillern grandios singen, schmettern, jubilieren ließ, da glaubte man, die Viardot sei von Paris über Baden-Baden nach Konstanz gekommen, um begeisternd zu bezeugen, wie man einst in der Grand Opéra zu singen verstand. Standapplaus und noch einmal die opulente 'Nachtigall'."  (Südkurier, 5. Oktober 2010)


"Pianistin Babette Hierholzer, die für Nastassja Kinski in deren Rolle als Clara Schmann in Peter Schamonis Film 'Frühlingssinfonie' die Klavierparts einspielte, versetzte das Publikum ins Staunen. Für die Sängerin Christine Reber war sie die ideale Liedbegleiterin. Die Texte bekamen durch die Schauspielerin Ute Fuchs Leben, man fühlte sich wie in einem Schauspiel. Dank der geschickt geführten Dramaturgie und Moderation durch Olivia Schnepf, Gründerin des musikalischen Quartetts in Konstanz, erlebten die staunenden Zuhörer einen glanzvollen Abend mit internationalen Interpreten und Flair."  (Südkurier, 19. Oktober 2010)
v.l. Ute Fuch, Babette Hierholzer, Christine Reber & Olivia Schnepf
v.l. Babette Hierholzer, Christine Reber, Olivia Schnepf & Ute Fuchs
Musikalisch-literarisches Programm

„MEIN HERZENSKLÄRCHEN“ — „LIEBSTE PAULINE“

Die Geschichte der „zwei ältesten Freundinnen ihres Jahrhunderts“ 
Clara Wieck-Schumann und Pauline Viardot Garcia